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22.05.2017, 09:00 Uhr
Zwei Externe sind zu wenig.
Dieter Baumann zu den Neubesetzungen im EWE-Aufsichtsrat
Aus dem Aufsichtsrat des Oldenburger Energieversorgers EWE sind drei Mitglieder ausgeschieden und durch neue Mitglieder ersetzt worden.

Zu den Personalien stellt Dieter Baumann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag Leer und bekannter EWE-Kritiker fest:

„Im neuen Aufsichtsrat sind wie bisher nur zwei externe Vertreter – zu wenige für das Unternehmen, das sich in einer kritischen Lage befindet.“
Im EWE-Aufsichtsrat seien zu viele politische Beamte und Abgeordnete vertreten, die nicht automatisch geeignet seien, Aufsichtsratsaufgaben zu übernehmen. Eine optimale Zusammensetzung wäre sicherlich die Kombination aus externen Fachleuten und einigen kommunalen Vertretern mit genügend Zeit für diese wichtige und komplexe Aufgabe, meint Baumann. Er begrüßt die Berufung von Henning Deters, Vorstandsvorsitzender eines Versorgungsunternehmens aus NRW, da dieser als ausgewiesener Fachmann dem Aussichtsrat gut tue. Aus seiner Sicht bräuchte der EWE-Aufsichtsrat dringend auch einen Fachmann für Compliance, um das Thema Ethik und Moral innerhalb der EWE intensiv zu bearbeiten.

Eine weitere Personalie sieht Baumann positiv: Dem ehemaligen Leeraner Landrat Bernhard Bramlage traut er die Aufgabe des künftigen Aufsichtsratsvorsitzenden zu. Bramlage habe die notwendige Zeit und Kraft zur tiefen Einarbeitung in die vielfältigen Probleme, Skandale und Schwierigkeiten des Unternehmens, betont Baumann.

„Vordringlich geht es um die Aufarbeitung der vielen Skandale, die der EWE seit der Ära Dr. Brinker immer wieder negative Schlagzeilen bringen. Die EWE muss endlich in ruhiges Fahrwasser gebracht und wieder zum soliden regionalen Versorger entwickelt werden,“ so Baumann.