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18.07.2017, 10:01 Uhr
Nach Schock durch G-20-Krawalle: Hamburger stehen zusammen und zur Polizei
Kreistagspolitiker Dieter Baumann schildert die Stimmung in Hamburg
Der Moormerländer Dieter Baumann, Vorsitzender der Leeraner CDU-Kreistagsfraktion, war während des G-20-Gipfels, der von heftigen Ausschreitungen begleitet wurde, in Hamburg.

Ein ausgebranntes Auto Nähe Rathaus Altona.
Leer/Hamburg - „Ich war zwar nicht unmittelbar am Ort des Geschehens, habe aber die Auswirkungen sehen und die Stimmung in der Hamburger Bevölkerung hautnah miterleben können. Gipfel und Krawalle habe ich aktuell im lokalen Fernsehen verfolgt,“ so Baumann
„Die Bilder der Chaos-Nächte haben mich bedrückt, aber auch wütend gemacht. Der kriminelle schwarze Block hat nicht nur in der Roten Flora gewütet, sondern auch in anderen Stadtteilen, wo Autos angezündet und Geschäfte zerstört wurden,“ erzählt der CDU-Politiker. So seien auch in seiner Nachbarschaft am Samstagmorgen etliche ausgebrannte PKW zu sehen gewesen; weit ab vom eigentlichen Geschehen. In der Stadt habe anschließend eine gedrückte Stimmung geherrscht.
Eine weitere Beobachtung ärgert den CDU-Politiker sehr: „Leider gab es auch von unbeteiligten Zuschauern immer wieder verbale Angriffe auf die Polizei. Davon war ich entsetzt, zumal die Polizisten ihren Kopf für die Verteidigung des demokratischen Rechtsstaats hinhalten. Dass linke Sympathisanten so offen ihre Freude über Gewalttäter und Krawalle äußern, hätte ich vorher nicht für möglich gehalten,“ sagt Baumann.
Angesichts der Zerstörungen und der vielen verletzten Polizisten sei dann ein Stimmungsumschwung in der Bevölkerung wahrzunehmen gewesen, die vorher auch Verständnis für die Protestierenden und Skepsis gegenüber der Polizeiarbeit geäußert hatte. Ab Montag habe sich die Hamburger Bevölkerung mehrheitlich und offen mit der Polizei solidarisiert:
„Der Dank der Hamburger Bevölkerung zeigte sich in kleinen Geschenken, Blumen, Hoteleinladungen, kostenlosen Veranstaltungen sowie einfach mit dem kleinen Wort „Danke“, das vielen Polizisten gesagt wurde – auch von mir,“ so der Moormerländer Politiker.
Kein Verständnis hat Baumann für die Rücktrittsforderungen gegen Hamburgs 1. Bürgermeister Olaf Scholz, die auch von der CDU Hamburg gestellt würden: „Jetzt müssen alle Demokraten zusammenhalten gegen die Feinde unserer Grundordnung. Dies ist kein Anlass für Parteipolitik. Man sollte stattdessen gemeinsam mit aller Kraft gegen die Straftäter und ihre lautstarken Sympathisanten vorgehen,“ so Baumann abschließend.