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06.05.2017, 16:21 Uhr
Zwei Externe sind zu wenig.
Dieter Baumann zu den geplanten Neubesetzungen im EWE-Aufsichtsrat
Aus dem Aufsichtsrat des Oldenburger Energieversorgers EWE scheiden drei Mitglieder aus und auch der Posten des Vorsitzenden muss neu besetzt werden. Die Kandidaten für die vakanten Posten stellte die EWE-Verbandsversammlung am Wochenende vor.

Zu den Personalien stellt Dieter Baumann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag Leer und bekannter EWE-Kritiker fest:

„Unter den Vorgeschlagenen sind wie bisher nur zwei externe Vertreter – zu wenige für das Unternehmen, das sich in einer kritischen Lage befindet.“
Im EWE-Aufsichtsrat seien zu viele politische Beamte und Abgeordnete vertreten, die nicht automatisch geeignet seien, Aufsichtsratsaufgaben zu übernehmen. Eine optimale Zusammensetzung wäre sicherlich die Kombination aus externen Fachleuten und einigen kommunalen Vertretern mit genügend Zeit für diese wichtige und komplexe Aufgabe, meint Baumann. Er begrüßt die Nominierung von Henning Deters, Vorstandsvorsitzender eines Versorgungsunternehmens aus NRW, da dieser als ausgewiesener Fachmann dem Aussichtsrat guttäte. Aus seiner Sicht bräuchte der EWE-Aufsichtsrat dringend auch einen Fachmann für Compliance, um das Thema Ethik und Moral innerhalb der EWE intensiv zu bearbeiten.

Eine weitere Personalie sieht Baumann positiv: Dem ehemaligen Leeraner Landrat Bernhard Bramlage traut er die Aufgabe des künftigen Aufsichtsratsvorsitzenden zu. Bramlage habe die notwendige Zeit und Kraft zur tiefen Einarbeitung in die vielfältigen Probleme, Skandale und Schwierigkeiten des Unternehmens, betont Baumann.

 „Vordringlich geht es um die Aufarbeitung der vielen Skandale, die der EWE seit der Ära Dr. Brinker immer wieder negative Schlagzeilen bringen. Die EWE muss wieder zum soliden regionalen Versorger entwickelt werden,“ so Baumann.