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11.11.2019, 09:02 Uhr
Sirenen gehören nicht zum alten Eisen: CDU für flächendeckende Alarmierungsmöglichkeit
Moormerland liegt zurück
Die Sirenen heulen Samstagmittag? Es handelt es sich dann um einen Probealarm, bei dem die Funktion getestet und die Bevölkerung für die Warntöne wieder sensibilisiert werden soll. Sobald der Alarm an einem anderen Tag zu hören ist, handelt es sich um einen Ernstfall.

„Im Zeitalter des „stillen Alarms“ sind die Warnsysteme durch Apps zwar vielseitiger geworden, dennoch hat die Sirene bei der Bevölkerung einen wichtigen Stellenwert. Gerade nachts ist sie ein effektiver Gefahrenmelder. Außerdem besitzt nicht jeder ein Smartphone. Deswegen setzen wir uns für den Fortbestand und die Modernisierung der Sirenen ein“, so Gruppenvorsitzender Dieter Baumann. 

Im Landkreis Leer sind etwa 150 Sirenen vorhanden. Da die Zuständigkeit aber bei den Gemeinden liegt, ist die räumliche Abdeckung nicht gleichmäßig. Die Entscheidung liegt bei den Kommunen, ob sie in die Anlagen investieren oder sie abbauen.

„Ein weiterer Vorteil von Sirenen ist, dass sie weniger störanfällig sind. Bei Stromausfällen oder Überlastung kann das Handynetz zusammenbrechen“, erklärt Baumann. Die Funktion von Sirenen sollte dagegen im Rahmen der Notstromversorgung sichergestellt sein, das ist in der Gemeinde Moormerland noch nicht der Fall.

Laut Angaben des Landkreises wurden viele bestehende Sirenen etwa vor zehn Jahren dahingehend modernisiert, dass sie von einer analogen Funkansteuerung auf eine digitale umgerüstet wurden. Damit solle eine mutwillige Fehlalarmierung verhindert werden.

Moormerland muss noch nachliefern.

Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung auf eine Anfrage der CDU-Gruppe soll in unserer Gemeinde die Umstellung auf digitale Sirenen in den kommenden Jahren erfolgen, wobei pro Jahr 1 bis 2 Anlagen ausgewechselt werden sollen. Dieter Baumann: „Leider hinken wir bei der Digitalisierung der Sirenen zurück. Daher ist es wichtig, die jetzt geplante Umstellung auch bald zu realisieren.“