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24.08.2020, 12:46 Uhr
„Stroke Unit“: Leeraner CDU-Chef fordert schnellere Entscheidung
Auch nach dem offiziellen Abschluss der Unterschriftenaktion „Stroke Unit Leer“ trafen noch zahlreiche Unterschriften bei der CDU-Kreistagsfraktion ein, die jetzt an das Sozialministerium nachgereicht wurden.

Von April bis Anfang Juli hatten sich 4.358 Menschen beteiligt, die die Forderung nach eine Schlaganfallstation für Akut-Patienten am Klinikum Leer unterstützen. CDU-Kreisfraktionsvorsitzender Dieter Baumann hatte die Listen am 2. Juli Sozialministerin Dr. Carola Reimann persönlich in Hannover übereicht. „Wir konnten damit eindrucksvoll belegen, welchen Stellenwert die Bevölkerung einer ,Stroke Unit‘ in Leer beimisst.“

Über die Einrichtung von Schlaganfallstationen in Leer und anderswo soll nach dem Wort der Ministerin nach der Vorlage des Berichts einer vom Land eingesetzte Enquete-Kommission entschieden werden - noch in diesem Jahr. Dieter Baumann: „Die Ministerin könnte auch ohne Bericht der Enquete-Kommission entscheiden, aber das will sie nicht. Das ist für mich unverständlich. Je eher die Entscheidung fällt, desto eher kann unseren Bürgerinnen und Bürgern schneller geholfen werden. Jede Minute zählt!“  

Die zahlreichen Unterschriften für eine „Stroke Unit Leer“ sind trotz der Corona-Krise zusammengekommen. Das belege eindeutig, welchen Stellenwert die neurologische Fachabteilung in der Bevölkerung hat, so Dieter Baumann.

Seit Jahren weist die CDU auf die Notwendigkeit einer Neurologie mit Schlaganfallstation am Klinikum Leer hin. Ein Patient mit einem akuten Schlaganfall wird idealerweise in einer Spezialstation für Schlaganfall-Betroffene behandelt. Durch eine standortnahe Versorgung mit kurzen Transportwegen können die Heilungschancen deutlich erhöht werden, denn bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Patienten aus der Region müssen bislang nach Emden oder Westerstede gefahren werden, teilweise mit Transportzeiten von über 30 Minuten.